#144 | Verbote sind verboten
Shownotes
Du nimmst Dir vor, ab morgen keine Schokolade mehr zu essen und plötzlich kannst Du an nichts anderes mehr denken?
Du denkst, das ist Zufall und es liegt einfach nur an Deiner mangelnden Disziplin? Ganz und gar nicht.
In dieser Folge sprechen wir über die Psychologie hinter Essverboten und erklären, warum strikte Regeln oft genau das Gegenteil von dem bewirken, was sie eigentlich sollen. Anhand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zeigen wir, warum Verbote Heißhunger verstärken können, weshalb der berühmte „Jetzt ist es auch egal“-Moment entsteht und wie ein entspannter Umgang mit Essen langfristig deutlich erfolgreicher sein kann.
In dieser Folge erfährst Du:
✅ Warum Verbote Lebensmittel attraktiver machen. ✅ Weshalb Schokolade im Kopf größer wird, sobald sie tabu ist. ✅ Was hinter Reaktanz, dem „Forbidden Fruit Effect“ und dem „What-the-hell-Effekt“ steckt. ✅ Warum flexible Kontrolle besser funktioniert als starre Regeln. ✅ Wie Du Heißhunger reduzierst, ohne Dir Lebensmittel komplett zu verbieten.
Wenn Du endlich entspannter essen möchtest, ohne ständig gegen Dich selbst zu kämpfen, dann ist diese Folge genau das Richtige für Dich.
Hier findest Du unser Podcast Skript inklusive aller Quellen:
https://docs.google.com/document/d/1HLg5rWUFAml46YZtB6CplJRBNz7athhXb9FiIm5IoXE/edit?usp=sharing
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Transkript anzeigen
00:00:00: Kennst du das?
00:00:01: Du nimmst dir vor, ab morgen keine Schokolade mehr.
00:00:04: Und plötzlich ist Schokolada das einzige woran du noch denken kannst!
00:00:09: Der Kühlschrank ruft der Riegel an der Kasse leuchtet dich an und spätestens am dritten Tag liegt die ganze Tafel leer neben dir.
00:00:17: Das ist kein Zeichen von fehlender Disziplin – das ist Psychologie Denn Diäten arbeiten fast immer mit Verboten.
00:00:25: Diese Liste darfst du essen jene nicht.
00:00:28: Und genau da liegt das Problem.
00:00:30: Ein Verbot macht das Verbot nämlich nicht unattraktiver, es macht es attraktiver.
00:00:36: Was Tabu ist bekommt plötzlich einen Sonderstatus mit spannender wertvoller Präsentter im Kopf und sobald wir die selbst gesetzte Regel einmal brechen kommt der Klassiker.
00:00:46: jetzt ist es auch egal und aus einem Keks wird die ganze Packung.
00:00:50: Genau deshalb funktionieren strikte Verbote bei Dieten langfristig so schlecht.
00:00:54: Sie erzeugen genau das Verlangen, dass sie eigentlich verhindern sollen.
00:00:58: Und genau darüber wollen wir heute sprechen.
00:01:00: Warum unser Kopf auf Verbote so paradox reagiert?
00:01:03: Was die Forschung dazu sagt und wieso ein entspannter verbotsfreier Umgang mit Essen am Ende sogar die klügere Option ist!
00:01:17: vermuten lässt über eine einfache Ernährung und einen entspannten Umgang mit Essen.
00:01:22: Ganz ohne Rabatt kurz, wissenschaftlich fundiert und ohne unnötige Verbote!
00:01:34: Kurz vorab der Großteil von euch die diesen Podcast regelmäßig genießen haben uns noch keine Bewertungen auf Spotify oder der Plattform eures Vertrauens gegeben.
00:01:44: falls du bereits ein Mehrwert aus unserem podcast gezogen hast und du nicht nein zu gutem Karma sagst gib uns gerne eine fünf Sternebewertung.
00:01:52: wir Danken dir.
00:01:54: Und damit auch herzlich willkommen, Michi!
00:01:56: Diesmal haben wir die Rollen mal umgedreht, ne?
00:01:58: Das stimmt ja, man muss da ein bisschen Abwechslung reinbringen.
00:02:01: Ja eben.
00:02:02: Jetzt sieht Zuhörer aufmerksam aus, wenn sie denken was ist denn das für eine neue Stimme am Anfang?
00:02:08: Genau.
00:02:09: Heute sprechen wir über Verbote.
00:02:12: Es ist sehr heiß draußen gerade, ich bin gespannt ob überhaupt irgendjemand die Podcast-Folge grade hört.
00:02:17: Falls ja könnt ihr natürlich bei Spotify oder YouTube immer im Kommentar hinterlassen, ob ihr auch wirklich zuhört.
00:02:25: und heute sprechen wir über das Thema Verboote!
00:02:28: Und ich würde da einfach mal von vorne anfangen, was meinen wir überhaupt wenn wir von Verbotsdenken sprechen?
00:02:33: Also mit Verbotssenken meinen wir ein bestimmtes mentales Muster.
00:02:37: Es geht nicht darum dass wir sagen Verbote im Straßenverkehr sind doof oder verbote sind in aller Gemeinschaft schlecht sondern es geht natürlich um Verbote in der Ernährung die wir ins Schubladen einteilen wie erlaubt und verboten.
00:02:50: Das kann von außen kommen durch Regeln oder Vorgaben anderer oder von Innen durch Reglen die wir uns selbst auferlegen.
00:02:58: keine Konidrate mehr, Zucker, Schokolade nur noch unter der Woche oder nur noch am Wochenende jeden Tag zehntausend Schritte.
00:03:05: Ich darf nur essen wenn ich so und so viele Kalorien offen habe – whatever!
00:03:10: Und das eigentliche Paradox daran ist dass etwas oft attraktiver statt unattraktiver wird, soweit das Etikett verboten angebracht wird.
00:03:20: Das Verbot erzeugt eine Art Sog und die Psychologie hat dafür gleich mehrere Erklärungsmodelle Gut ergänzen, auf die wir auch gleich eingehen werden.
00:03:30: Denn es ist ja nicht einfach nur so dass wir sagen Ja verbote sind doof sondern wir wollen euch immer mehr mitgeben.
00:03:40: Mit geben warum wir diese Meinung vertreten und das Thema verbote Tim.
00:03:44: ich glaube also Ich habe vielleicht in diesem Jahr wenn ich jetzt aus dem Gedächtnis das einfach mal überschlage kann mich an ein zwei Leute erinnern, die zu uns gekommen sind in die Ernährungsberatung und gesagt haben das sie sich gar nichts verbieten.
00:03:59: Also wenn du Diät verbrannt bist dann weißt du, wirst du diese Podcast-Folge sehr wahrscheinlich fühlen?
00:04:06: Ja also es ist immer nur die Frage was verbietest du?
00:04:08: ja.
00:04:08: Meistens wenn du mal auf die Makronährstürme guckst entweder Kohlenhydrate oder Fette oder beides.
00:04:12: Das kannst du meistens schon direkt beim ersten Blick irgendwie auch auf die Daten so bisschen sehen wo die Verbote denn liegen.
00:04:20: Und viele Ja, wir arbeiten ja auch teilweise mit so Ampel-Listen und so weiter.
00:04:24: Da kriege ich schon teilweise sehr ausführliche Listen von Dingen die komplett verboten sind und Dinge, die mit schweren Bedenken nur versehen
00:04:34: sind.".
00:04:35: Was war denn bevor wir jetzt reinstarten in den Wissensteil?
00:04:38: Was war dann ein verbotendes Lebensmitteln das du dich noch gut erinnerst bei dem du jetzt gesagt hättest damit hattest du nicht gerechnet?
00:04:48: Es sind manchmal so normale Sachen also Ich weiß warum die auf verbunden sind, also ich meine die Klassiker sind ja so Süßigkeiten oder frittiertes ist aber manchmal waren auch schon Sachen dabei wie ein Steak.
00:04:57: Wo ich mir denke gut ich kann verstehen warum wegen dem Fett in dem Fleisch dran?
00:05:02: Aber auch das hat mich dann den ersten Moment überrascht weil es ist wenn man nicht wirklich sich darüber nachdenken weil sehr eher zählt er auch eher so noch in die unverarbeitete Kategorie.
00:05:11: Also da ist es dann auch schon.
00:05:12: oder Avocado gehört auch noch so, aber das ist dann halt auch wieder...ich verstehe wegen der Kalorien Und dem höheren Fettgehalt, dass das irgendwo die Bedenken auslöst.
00:05:21: Also das Verständnis warum das so ist... ...ist mir klar in dem Moment wo ihr seht jetzt Lebensmittel aussprechen aber es schon so manchmal überraschen wo du denkst das sind doch wirklich auch gesunde Optionen.
00:05:32: Ja der Steak habe ich tatsächlich noch nicht gehört.
00:05:36: was ich zum Beispiel schon gehört habe sind auch salzige Lebensmittel oder Salz im Allgemeinen weil es zieht ja Wasser in Anführungsstrichen und dann wird man ja natürlich puffy Das ist halt immer noch so ein Mütter Tatsächlich.
00:05:48: Leute oder Menschen oder Kante, die machen es Gott sei Dank nicht mehr.
00:05:52: Sonst wären sie ja auch nicht bei uns Die jahrelang auf Salz verzichtet haben weil Sie eben dachten das zieht Wasser und dadurch sehen sie puffy aus Und ihr essen sogar in wasser angebraten haben also im mineralwasser statt der öl oder Ja.
00:06:07: also stellen wir vor gebratenes Fleisch in wassern ohne salz
00:06:12: Fantastisch.
00:06:14: Wir lachen jetzt nicht
00:06:15: über die Menschen, die das machen.
00:06:16: Es gibt ja die Gründe aber es schmeckt bestimmt super!
00:06:19: Ja es ist halt schon... Auf der einen Seite ist es natürlich trauriger und auf der anderen Seite ist auch irgendwo absurd.
00:06:24: Das ist ja so diese Mischung.
00:06:27: Also es ist verständlich wenn man weiß warum Menschen bestimmte Lebensmittel vermeiden, das ist ja im Endeffekt immer aus entweder Kalorien oder der wahrgenommenen negativen Konsequenz dann weißt du auch direkt warum sie ein bestimmtes Lebensmittel vermeiden.
00:06:41: Es nimmt halt schon teilweise extremer an.
00:06:46: Interessanterweise muss man ja auch sagen, dass der Großteil der Menschen die zu uns kommen oder mit denen wir sprechen das sie gar nicht auf die Lebensmittel verzichten wegen der Gesundheit sondern eben weil Sie glauben, dass bestimmte Lebensmittel schneller in Fett ansetzen als andere und dass die Kalorien da irgendwie anders zählen was hier auch teilweise tun.
00:07:05: aber das ist jetzt ein Thema für eine andere Folge.
00:07:10: Lass uns mal auf die Theorien kommen, warum das Ganze nicht funktioniert.
00:07:13: Also wir haben ja so ein bisschen uns mit dieser Psychologie dahinter befasst auch schon länger als ja auch ein Thema was wir immer wieder aufgreifen und den Leuten klar machen müssen warum diese Sachen eben nicht funktionieren.
00:07:22: Wir starten mit der sogenannten Reaktanztheorie.
00:07:25: Das geht aus einem Psychologen aus den Sechzigern, der heißt Jack Braem oder wahrscheinlich auf Englisch dann Braem.
00:07:32: Der hat das im Endeffekt begründet und die Grundidee ist relativ simpel.
00:07:37: Und zwar haben Menschen ja immer ein starkes Bedürfnis nach Freiheit, Autonomie.
00:07:42: Wir wollen alle selbst bestimmt sein!
00:07:44: Wenn wir das Gefühl bekommen dass uns irgendjemand diese Freiheit wegnimmt dann entsteht unangenehmer Spannungszustand und der wird dort als Reaktanz beschrieben.
00:07:54: Dann haben wir den Drang dieser Freiheit wieder herzustellen weil wir haben was weggenommen bekommen und das möchten wir gerne wiederhaben.
00:08:01: Und dann äußert sich das oft darin, dass wir das Verbotene jetzt erst recht wollen.
00:08:05: So dass diese typische Trotzreaktion sagt mir nicht was ich zu tun habe.
00:08:09: Ich mache es jetzt genau deswegen weil du sagst ich soll's nicht machen.
00:08:12: und da gibt es auch unzählige Studien dazu eine.
00:08:15: Das hat man zum Beispiel mit Jugendlichen mal gemacht Mit dem Thema Altersfreigabe und Film.
00:08:20: Da gab es verschiedene Filme.
00:08:23: Der Film mit der höchsten Altersfreigeber Also der ja dann FSK-Achtzehn ist oder was auch immer die Alters Freigabe sind oder der quasi anfing, dass er sich am stärksten verboten ist.
00:08:32: Der hat deutlich logischerweise die eigene Freiheit mehr eingeschränkt und der hat mehr Verlangen da geweckt diesen Film zu schauen oder diesen Film haben zu wollen als ein harmlos gekennzeichneter Film.
00:08:42: Das kennt man ja auch bei generell bei Kindern Jugendlichen wenn man denen sagt hier macht das bloß nicht und dann machen sie es genau deswegen.
00:08:49: Und auch eine aktuelle Meta-Analyser die war glaube ich letztes Jahr aus zwanzig fünfundzwanzig Die hat auch mit dreiunddreißig Studien gearbeitet die zeigt auch dieselbe Richtung.
00:08:59: Wenn wir stark bevormundende, druckvolle Sprache beim Menschen anwenden dann erhöht das messbar Ärger und negative Gedanken.
00:09:07: Und eben diese Reaktanz also dieser Trotzreaktion und ja überzeugt Menschen am Ende vom Tag weniger von dem was du haben willst anstatt mehr.
00:09:17: Also die macht genau das Gegenteil.
00:09:19: Übertragen aufs Essen heißt es wenn ich dir sage, die Schokolade ist jetzt verboten.
00:09:23: Dann sorgt es dafür dass du die Schokolade spontan dann prompt spannender findest und sagst oh ja jetzt erst recht ein Stück Schokolad.
00:09:31: Und da gibt's eine berühmte Studie von Tracy Mann aus dem Jahr zwei tausend eins und das Verlangen von Essen und das nämlich auch interessant ist nämlich steigt nämlich nur wenn das Verbot von außen kommt.
00:09:47: Wer sich selber dafür entscheidet, das wegzulassen der hat nicht dieses Starke verlangen.
00:09:52: Weil es ist im Endeffekt die Autonomie ist da der Schlüssel.
00:09:55: Das heißt wenn ich selber mir sage okay ich möchte das nicht dann ist es ja meine Entscheidung.
00:10:00: Das heisst damit bin ich ja nicht eingeschränkt sondern das ist eine Sache die ich mir selber auferlege.
00:10:04: Wenn ich sie aber von außen auferleg und ich sag zu dir Michi du darfst es nicht essen weil das ist böse Dann denkst Du Dir Nö!
00:10:11: Das ist jetzt die Regel die der Tim aufgestellt hat Und dementsprechend hast du dann diesen inneren Trotz und den inneren Widerstand gegen diese äußer Regel.
00:10:18: Das erleben wir ja ganz viel auch bei Diäten, da haben wir ultra viele Regeln zum Teil.
00:10:22: Ist bloß nicht das ist kein Zucker!
00:10:24: Das darfst Du nicht essen.
00:10:27: Das heißt aber auch teilweise beim Menschen die ins Defizit gehen... ...und auf einmal fangen sie an sich extrem eingeschränkt zu fühlen obwohl sie eigentlich nur ein bisschen in Anführungsstrichen weniger essen müssen.
00:10:43: Und da merkst du eben diese Reaktanz.
00:10:46: Da sitzen ja auch teilweise tief in der Kindheit, wenn du zum Beispiel immer Süßigkeiten weggenommen bekommen hast oder du wurdest mit Süßkeiten belohnt.
00:10:53: Das heißt du wurdest darauf konditioniert und dann gehst du in einen Defiziten.
00:10:57: jetzt hast so eine gelesene Decke über dir die sagt Du darfst nicht mehr als das essen weil sonst hast du versagt oder sonst bist du schlecht oder sonst erreichst du dein Ziel nicht.
00:11:08: Dann ist es für dich sehr schwer psychologisch weil du ja eben irgendwie auch dagegen rebellieren wird und vielleicht sogar das nicht einhalten des Verbots mit Freiheit verknüpft, gerade beim Thema Essen.
00:11:22: Ja, weil du es auch erwähntest grade mit dem Thema Kindheit, weil teilweise wenn die in Kindheitssachen weggenommen wurden dann warst du ja der Gegenüber machtlos gegen diesen Regeln von aus.
00:11:33: Als Kind hast du ja nicht die Freiheit, diese Entscheidung selber eventuell zu treffen als Erwachsener schon.
00:11:38: Und als Erwachsener wärst Du Dich dann noch stärker weil diese Reaktanz noch stärkern, in die ich eingebrannt ist.
00:11:44: Wie Du schon sagst das haben wir schon ein paar Mal auch erlebt.
00:11:46: Das ist wirklich ganz interessant dass sich dann dieses Selbstsabotage beginnt in dem Moment wo irgendwo eine Einschränkung wahrgenommen wird.
00:11:54: Könnten wir mal ne Podcastfolge drüber machen wenn sich interessiert auch übrigens so des Defizit Mindset welche Streiche uns unser Gehirn vor allem in der ersten Deftitwoche spielt, das wäre vielleicht auch mal eine lustige Podcast-Folge.
00:12:07: Für die nächste oder für die nächste Theorie, für den nächsten psychologische Modell möchte ich, dass ihr euch alle einmal ein lilanes Einhorn vorstellt
00:12:16: bzw.,
00:12:17: dass sie euch das nicht vorstellen.
00:12:18: Das heißt, ihr dürft auf gar keinen Fall an einen lilanen Einhorn denken.
00:12:24: Dass statt einem Horn auf dem Kopf Eis auf dem Kopf hat, ein Erdbeereis und das Erdbereis des Tropfels so ein bisschen die Stehen vom Einhorn herunter.
00:12:34: Das dürfte euch nicht vorstellen okay?
00:12:36: Und ihr werdet merken, während ich das gerade ausgesprochen habe habt ihr schon daran gedacht.
00:12:41: und genau das nennt man das Modell der ironischen Prozesse.
00:12:46: Bekannt durch das Gedankensperiment der weißen Bären dass jetzt gerade etwas abgeändert hat.
00:12:51: Der Auftrag lautet denkt jetzt bloß nicht an einen weißen Beeren und schon denkt man an nichts anderes mehr!
00:12:58: Der Grund ist eigentlich ganz simpel wenn wir ein Gedanken unterdrücken wollen laufen im Kopf zwei Prozeste gleichzeitig Der eine sucht aktiv nach Ablenkung, der andere überwacht ständig im Hintergrund ob der unerwünschte Gedanke an dem man nicht denken darf doch auftaucht.
00:13:15: Und genau dieser Kontrollprozess muss den verbotenen Gedanken ja permanent präsent halten damit überprüfen können dass wir nicht daran denken.
00:13:23: auch wenn es jetzt sehr doof klingt.
00:13:26: Vor allem unter Stress gewinnt er die Oberhand und der gedanke kommt zurück oft stärker als zuvor.
00:13:34: aber kein Naturgesetz und nicht in allen Studien zu beobachten.
00:13:37: Also das heißt jetzt nicht, denkt nicht an den roten Stuhl dass ihr permanent einen roten stuhl denken müsst.
00:13:42: Das Problem beim Essen ist aber und da möchte ich kurz eine Studie zitieren In der Mann-Studie nahmen die Gedanken an das verbotene Lebensmittel zu egal ob die Leute es weggelassen mussten oder sie sich selbst vorgenommen hatten.
00:13:56: Wer sich den ganzen Tag sagt Ich darf jetzt nicht ein Schokolade denken Denkt am Ende mehr daran nicht weniger.
00:14:01: Und man muss sagen, bei Ernährung ist es schwieriger eben gerade in unserer Welt.
00:14:06: Du isst jeden Tag, du isst bis zum Rest seines Lebens.
00:14:09: Du ist wahrscheinlich sogar mehrfach am Tag.
00:14:11: Du gehst eventuell einzermal die Woche einkaufen und du wirst so oder so mit den Lebensmitteln, die du dir verbietest konfrontiert weil meistens verbietes zu dir ja die Lebensmittel Weil du sie nicht gemäßigt essen kannst Oder weil du glaubst Sie sind schlecht für dich.
00:14:26: aber wenn du glaubt sie sind schlecht Für dich dann fällt ihr das Verbot auch wiederum einfacher.
00:14:30: Die meisten Leute verbieten sich hier etwas, weil sie sagen ich darf das nicht essen sonst nehme ich mich ab oder sonst nehme zu und da du ja sowieso dann schon konditioniert bist auf diese Lebensmittel und die nicht mehr essen darfst macht es dir noch deutlich schwerer?
00:14:43: Und das ist wie wenn mir jemand sagt Ich esse jetzt für neunzig Tage keinen Zucker Dann sage ich immer okay warum?
00:14:50: Ja weil Das ist so mein Reinigungsprogramm.
00:14:53: Reinigung wovon Reinigung?
00:14:55: Wofür Wirst du in deinem Leben nie wieder Zucker essen?
00:14:58: Ja doch.
00:14:59: Warum willst du dann neunzehn Tage darauf
00:15:01: verzichten?".
00:15:02: Das kann natürlich in gewissen Kontexten sinnvoll sein, jedoch sind Verbote vor allem kurzfristig einfach unnötig weil es ja nicht darauf ankommt wie viele Tage auf etwas verzichten kannst sondern wie du für den Rest deines Lebens eigentlich alle lebensbildende Ernährung so einbauen kannst ohne dass du unerwünschte Ergebnisse bekommst.
00:15:21: Hm, ja das ist eigentlich der genaue Trick daran Und deswegen funktioniert das auch mit dem nicht dran denken niemals.
00:15:30: Das ist einfach dieses Muster existiert.
00:15:36: Dann kommen wir zur nächsten Theorie, die sogenannte Commodity Theory und im Endeffekt sagt ihr eigentlich nur dass knapp den wahrgenommenen Wert steigert.
00:15:45: Das heißt wenn irgendwas knapp ist kennt man ja von Ressourcen beispielsweise.
00:15:49: Best Beispiel sind Diamanten.
00:15:52: Im Endeffekte auch nur zusammengepresste Kohlen Kohlenstoffatome und dadurch, dass sie wenig existieren.
00:15:58: Und dann noch ein bisschen wenn man sich aufpoliert schön glitzern, denke mir die sind super wertvoll.
00:16:02: aber was machst du mit diesem Stein am Ende vom Tag?
00:16:06: Also der hat ja im Endeffekt außer das er irgendwo auf so einem Schmuckstück sitzt jetzt keinen Wert und es kennt man auch über diesen über diesen sachen die man häufig marketing hatten also limitierten auflagen oder so irgendwo.
00:16:18: das gibt es jetzt nur für begrenzte zeit.
00:16:20: so dieses klassiker was immer was.
00:16:22: irgendwann wenn irgendwas selten ist oder schwer verfügbar ist dann erscheint es uns wertvoller.
00:16:27: und Wenn wir ein verbot jetzt haben im verbot macht ja auch etwas künstlich knapp nicht weil wir es nicht zu haben sollen weil es jetzt auf einmal nicht mehr zugänglich ist und einfach nur noch vielleicht auch So.
00:16:40: der Klassiker ist ja auch so dieses, ich erlaub mir das nur an ganz bestimmten Zeiten.
00:16:46: Wo du dann so ein Cheat Day hast oder dann komplett eskalierst Das ist ja dann auch sowas wo man dann so sagt oh Ich darf das vom Montag bis Freitag nicht essen weil dann dann erzeugt man da auch eine künstliche Verknappung und dann steigert das natürlich auch die Neugehen nach diesen Sachen.
00:17:00: Es hat mal übrigens auch mit Studien ganz interessant nachgewiesen Da gibt's ne Studie ... mit so etwa zweitausend Teilnehmern, die waren wirklich von fünf bis knapp achtzig Jahre die Teilnehmer.
00:17:13: und dann hat man im Endeffekt... Die Leute, man hat den Karten vorgelegt und wir besuchten das Karten aufdecken.
00:17:18: Aber bei einer Karte haben wir gesagt, die darfst du nicht aufdeck'n!
00:17:21: Und die Leute egal welchen Alters, die wollten diese Karte sehen auch wenn sie zum Beispiel wussten dass es rein zufällig ausgewählt ist.
00:17:28: Das heißt ich konnte die Karten vorher mischen, rein zu fällig komplett, du konntest die Katen selber mischen.
00:17:31: Ich habe die einfach hingelegt und hab gesagt, äh ich nehme Karte vier und die darfste jetzt nicht auf decken Und es verlangen danach diese Karte vier zu sehen.
00:17:39: Das war dann deutlich größer, weil sie einfach verboten war und das ist schon ganz witzig und das hat man auch in anderen Studien gemacht.
00:17:47: Es gibt so Eye-Tracking-Studien
00:17:48: d.h.,
00:17:49: man sieht die Augenbewegung, man misst die Augen bewegungen beispielsweise bei Kindern und wenn du Kinder nimmst da heim keine Süßigkeiten essen dürfen die reagieren mit stärkerer Emotionalerregung auf Süßigkeiten Reize als Kinder, die süßigkeiten essen dürfen.
00:18:06: Das heißt sie bleiben viel öfter mit ihren Augen auch da hängen und so weiter und reagieren dort viel, viel stärker.
00:18:10: wenn die eine Packung Süßigkeit sehen weil es eben ein verbotenen Charakter und etwas ist was sie selten zu irgendwie Zu Gesicht bekommen kennt man dann auch vielleicht die ganzen Eltern Legitie das schon mal erlebt haben wenn man irgendwo einen Kind hat einem Kindergeburtstag dass daheim keine Süßkeiten kriegt und dann ist auf dem Kinder Geburtstag Und da gibt es auf einmal ein Riesenberg Süßigkeit.
00:18:29: Das sind die Kinder, die mit dem Kopf voran da reinspringen und im Endeffekt komplett eskalieren weil sie einfach wissen das ist ihre einzige Chance.
00:18:36: und wie schon er eben gesagt bei Erwachsenen bei Kaloriendefiziten ist ja dann häufig so dieser Cheat Day wo man sagt jetzt nur oder ich esse nur einen Stück Kuchen und dann bekommt es so einen magischen Charakter weil das ist dann nicht erlaubt oder auch Leute die sich generell abseits von deiten so dauerhaft zu extrem restriktiv verhalten und dauerhaften einstrengen dann wenn du dann ein stück davon ist, dann hat es so einen seltenheitscharakter.
00:18:59: Dann denkst du jetzt oh jetzt egal jetzt jetzt esse ich davon mehr weil jetzt die regel auch einmal dann gebrochen und das ergibt dann immer wieder diesen ja diesen moment wo du dich wo du dann im endeffekt das voll aus kosten möchtest
00:19:14: Ist ja auch wieder eine Form der Selbstsabotage.
00:19:16: Also das haben wir auch sehr oft bei uns, dass vier auf Missing Out ist jetzt einfach eine reine Form der selbst sabotage.
00:19:22: weil du sagst Jetzt habe ich ja sowieso schon gegessen und das kriege ich ja jetzt nicht mehr Weil ich erstes Jahr in Zukunft nicht mehr dann ist jetzt ja sowies so.
00:19:30: egal jetzt kann Ich ja noch mal genießen so nach dem Motto eigentlich ziemlich lustig weil auch das ist natürlich absolut Nicht zielführend.
00:19:38: Und dann komme ich auch zu meinem nächsten modell und zwar Das grenzmodell Zielkonfliktmodell.
00:19:46: Also das Viertelmodell führt direkt ins S-Verhalten und stammt aus der Restraintforschung, also der Forschung zum gezügelten Essen, zum verzichteten Essen sozusagen.
00:19:55: Der Klassiker ist das Grenzmodell von Hermann & Pollywy.
00:19:59: Gezügelte Esser steuern ihr Essen nicht über Hunger und Setigung sondern über ihre kognitive Regel nach dem Prinzip bis hierhin und nicht weiter.
00:20:09: nur ein Stück, nur einen halben Teller Nur einmal Nachschlag, whatever.
00:20:15: Drei Mal abbeißen!
00:20:19: Ist diese Grenze einmal überschritten, kippt das Verhalten?
00:20:22: Das ist der berühmte Was-Solls.
00:20:24: oder jetzt ist sowieso egal Effekt und ich habe die jetzt sowieso schon gebrochen.
00:20:31: da kann ich auch gleich die ganze Packung essen.
00:20:33: Dazu passt das Zielkonfliktmodell von Ströben und Kollegen, wonach gezügelte Esser zwei konkurrierende Ziele haben.
00:20:41: Denkt dran gezügelte Esser, das sind Menschen die sich Regeln setzen im Essen.
00:20:46: Genuss und Gewichtskontrolle.
00:20:49: Sehen oder riechen sie leckeres Essen wird das Genussziel aktiviert und drängt das Kontrollziel in den Hintergrund.
00:20:56: gerade wenn die Selbstregulation ohnehin geschwächt ist etwa durch Stress oder Müdigkeit essen starke zügelten Menschen dann eher mehr als weniger.
00:21:07: Wichtig ist aber eine Nuance, denn so einfach wie jede Einschränkung ist schlecht.
00:21:11: Ist es nicht?
00:21:13: Mehrere neue Arbeiten relativieren die Geschichte das Restriktion zwangsläufig zu Fressattacken führt.
00:21:20: Eine große Übersicht kommt zum Schluss, dass es kaum überzeugende Belege dafür gibt, dass gezügeltes Essen an sich enthemmtes Essen verursacht.
00:21:30: Oft ist es sogar umgekehrt und Menschen beginnt zu kontrollieren, weil sie ohnehin zum Übersessen neigen.
00:21:37: Wobei ich da sagen muss was war zuerst die Hände oder das Ei?
00:21:41: in meiner Erfahrung eher das Ei des Verbots?
00:21:45: In der zweijährigen Kalerie Studie.
00:21:48: Kaleristudie erhöhte eine bewusste Kalorienreduktion, die Symptome von S-Störungen nicht.
00:21:54: Und ein viel beachtete Arbeit von im Jahr ist auch von einem Restriktionstrugschluss.
00:22:01: Der entscheidende Unterschied liegt in der Art der Kontrolle.
00:22:05: Die Forschung trennt seit den Neunzehnten und Neunzigern regide von flexibler Zügelungen – hier wird es jetzt spannend!
00:22:12: Regidekontrolle ist das strikte alles oder nichts mit festen Verboten und starren Regeln, während flexible Kontrolle eine grobe Richtung erlaubt in der auch mal ein Stück Kuchenplatz hat ohne dass gleich alles ruiniert ist.
00:22:27: Und hier ist es befunden klar.
00:22:29: RegideKontrolle hängt mehr Kontrollverlust, Heißhunger und Enthemmungen zusammen, flexible Kontrolle mit weniger.
00:22:38: Es ist also nicht die Einschränkung an sich die nach hinten los geht, sondern das starre verbotsbasierte Denken, womit sich der Kreis zur Reaktanz und zur Autonomie schließt.
00:22:49: Eine selbstgewählte flexible Grenze fühlt sich nicht wie ein Verbot an und erzeugt deshalb auch nicht denselben
00:22:57: Gegendruck.".
00:22:59: Genau!
00:22:59: Das ist es auch was man in diesen Studien ja dann sieht – auch in diesem großen Übersicht – aber das sind ja im Endeffekt Leute, die wissen dass sie eskalieren.
00:23:05: Und die sagen dann, oh ich müsste mich mal ein bisschen zügeln so nach dem Motto.
00:23:08: Wurde sagen, oh das ist glaube ich ein bisschen besser wenn ich beispielsweise weniger irgendwie auswärts zum All you can eat geh oder sowas.
00:23:16: Dann ist es ja auch weniger ein Problem.
00:23:18: Aber die restriktiven Esser, die bei uns sind, haben wir ganz knallharte Regeln.
00:23:23: Ich darf das nicht!
00:23:23: Das nicht!
00:23:24: Da gibt's wirklich keine Flexibilität in diesen Regeln!
00:23:27: Das ist einfach ein festes Gesetz was du hast.
00:23:30: und dann... Wenn das ein feste Gesetz ist, dann brichst du das und das sehen wir ja immer wieder ... in der Praxis, ne?
00:23:37: Das ist es.
00:23:37: Letztendlich kann man sagen, ... ... ganz ohne Einschränkung geht's ja auch nicht!
00:23:41: Also das ist klar... Wenn du jeden Tag drei Pizzen und fünf Ben & Jerrys isst,... ... dann hast du zwangsläufig auch ein Problem mit der Ernährung.
00:23:50: Man kann nicht sagen, oh, Einschrängungen sind immer schlecht und deswegen... Ja, esse ich alles was ich will.
00:23:56: Es geht ja letztendlich immer darum wie zielführendes Ganze ist.
00:24:00: Und was zielfindet oder nicht entscheidet immer das Individuum.
00:24:04: Das ist klar.
00:24:05: Aber und das ist das große aber dieses starke.
00:24:09: also letztendlich ist es ja so, dass die meisten Menschen vor allem, die zu uns kommen haben keine Struktur.
00:24:15: Das heißt wir haben kein perfektes Zusammenspiel aus Nährstoffversorgung Sättigung und Befriedigung.
00:24:22: So wenn nämlich Sättigungen und Befriedigung gut wären hätte man gar nicht das Bedürfnis nach drei Pizzen und zwei Pen & Jerry's.
00:24:33: Wenn du die Menschen mal anschaust, sie fühlen sich schlecht weil sie etwas gegessen haben was Sie als verboten deklariert haben und verzichten dann als Strafe oder Maßregelung oder Ausgleich wieder am nächsten Tag darauf.
00:24:46: Und sind halt permanent in diesem Teufelskreis.
00:24:49: Und viele Menschen glauben auch dass das richtig ist, dass es das disziplinierte, disziplinierte Menschen Anführungsstrichen einfach kein Verlangen haben die Dinge zu essen.
00:24:59: dabei essen disziplierte Menschen einfach regelmäßig diese Dinge, weil sie dadurch kein starkes Verlangen haben wo sie irgendwas kompensieren müssen.
00:25:09: Das heißt der Einbau dieser Lebensmittel wäre ja eigentlich genau das was man machen soll wenn man ein Problem mit dem Überkonsum hat.
00:25:19: Das ist der schwierige Schritt am Anfang, weil die Angst immer wenn ich das einmal konsumiere eskaliert ist dann sofort.
00:25:25: Da gibt's ja so diese Übergangsphase die dann ein bisschen holpriger ist auch wo man natürlich dann wenn man so einen Muster drin hat wo man dann im Endeffekt sagt hey ich kann einen Schokoriegel essen und danach ist sie packen mehr Dann dauert das auch mal ein bisschen bis man diesen diesen Übergang so hinkriegt dass das dann für einen funktioniert weil es lässt sich auch nicht von heute auf morgen direkt verändern.
00:25:45: Aber im Prinzip ist genau das, das ist diese extreme Kontrolle und dieses extreme Verbot bringt nichts.
00:25:51: Und wie du auch schon richtig sagst wir alle müssen einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln haben weil ich sage es auch immer wieder den Leuten so wenn du nicht jetzt in ein Supermarkt gehen und sollten zehntausend Kalorien kaufen kommen wir mit zwei Handvollzeug daraus.
00:26:04: Also und das könnten wir theoretisch fast jeden Tag machen also nicht dass was jeden Tag essen können weil die Mengen werden wahrscheinlich auch ein bisschen größer.
00:26:09: aber Vom Prinzip her ist es uns sehr leicht gemacht, an große Mengen an Zeughahn zu kommen.
00:26:15: An kaloriendichtenden Lebensmitteln und auch da müssen wir halt irgendwo die, sag ich mal... ...die vernünftig Grenze finden zwischen dem wo wir sagen ja, da sollte ich nicht drüber eskalieren und hier sollte ich und das kann ich mir gönnen.
00:26:30: Das ist genau der Grund warum du nicht jeden Morgen irgendwie aufstehen solltest erstmal eine Flasche Wein zum Frühstück trinkst.
00:26:35: Vielleicht auch so ein bisschen einfach nur Diese Grenze musst du dir erschossen oder solltest ihr dann schon selber ziehen, weil sonst wird es halt schnell ungesund.
00:26:44: Ja und ich bin auch der Meinung man muss nicht alle Lebensmittel in seine Ernährung einbauen.
00:26:48: Ich zum Beispiel versuche Alkohol in hohen Mengen zu vermeiden also mal einen Radler zu trinken im Sommer wenn man jetzt draußen geschwitzt hat oder mal nen Rotweinenglas vollkommen in Ordnung.
00:27:00: aber ich sag auch grundsätzlich... Also ich verbiete mir Alkohl nicht aber ich vermeide ihn Weil ich einfach sage, er hat für mich keinen Mehrwert.
00:27:08: Für meine Ernährung.
00:27:10: und wenn jemand sagt hey, ich hab... Ich sehe Schokolade kein Mehrwert deswegen esse ich sie nicht ist es auch nicht problematisch.
00:27:17: das ist ja dann nämlich flexible Kontrolle autonome Kontrolle die man sich selbst gegeben hat.
00:27:23: Problematisch wird's immer nur wenn du sagst Hey eigentlich esse ich gerne Schokoladen aber ich verzichte darauf weil XYZ Und dann hast natürlich die ganzen Effekte die wir hier gerade beschrieben haben.
00:27:36: Ja genau, das ist ja das muss halt irgendwo gerade bei Lebensmittel die du gerne magst.
00:27:40: Muss halt auch so ein bisschen die Balance finden und ich sage auch vieles so ein bischen auch an deinem.
00:27:45: wie du dann Geschmack erziehst sag' ich auch mal weil wenn du jetzt zum Beispiel Menschen hast die sehr viel hoch kalorisch hoch schmackhaftes Essen Die sind diese intensiven Geschmackserlebnisse gewohnt und für dieses dann schwieriger zb die Ernährung auf andere Lebensmittel umzustellen wenn du das anders gewohnt ist, das ist auch weniger problematisch.
00:28:02: Einfaches Beispiel, wenn du Leute hast die nur Cola trinken und du stellst den Glas Wasser hin, dann trinken sie das Glas Wasser und sagen Bäh, es schmeckt nach nichts!
00:28:08: Und wenn ihr Leute hast dich nur Wasser trinken oder stellst du den Glas Cola rein?
00:28:12: Dann zieht dieses Gesicht zusammen und denkt sich Boah, ist das viel zu süß, viel zu bappig!
00:28:16: Deswegen ist es schon so.
00:28:17: dein Geschmack ist auch teilweise ein bisschen anerzogen und auch diese Routinen, die du hast ja dann auch so ein bisschen da mit drin.
00:28:23: Und das sind ja alles Faktoren, die dann auch noch damit reinspielen.
00:28:26: Auch deine persönliche Erfahrung und deine Erziehung wie du schon auch vorhin gesagt hast.
00:28:29: Das sind alle Sachen.
00:28:31: wurden dir früher Sachen verboten?
00:28:32: mit welchen Lebensmitteln bist du aufgehauen?
00:28:34: Hast du so Komfort-Foods, wie man sagt, so Lebensmittelmedien, denen du dich selber belohnest aus irgendwelchen Gründen.
00:28:40: Wir können dann auch so ein Träger werden.
00:28:41: Die vermeidet man ja dann auch manchmal.
00:28:43: So wollen wir meist zum Beispiel... Der Stress ist sich dann immer ganz viel Schokolade.
00:28:46: Dann versucht man die Schokoladen zu vermeiden wie wir eben schon gesehen haben, gerade in Situationen wo dann Stress entsteht, wo man sich dann eh weniger zurückhalten kann.
00:28:54: Wo das dann ganz eskaliert, dann kommt das Ganze dann doppelt und dreifach zurück.
00:28:58: Am schlimmsten sind noch wenn du auf der Arbeit so eine Riesenschüsse mit irgendwelchen Choco-Bongs oder sonst irgendwas jeden Tag stehen hast, dann macht's dir das nochmal schwerer.
00:29:09: Das ist richtig!
00:29:10: Und... Wir werden ja auch oft gefragt zu hey was ist der Nummer eins Tipp gegen das?
00:29:15: Was is der Nummer eines Tipps gegen dies?
00:29:18: Ich würde sagen aus der Erfahrung heraus.
00:29:21: Der Nummer eins Tipp gegen Überessen und Heißungenattacken ist, halte deine Mahlzeiten weniger schmackhaft!
00:29:29: Nicht jede deiner Mahlzeit muss gut schmecken.
00:29:32: natürlich muss sie genießbar sein.
00:29:34: soll jetzt nicht nach Scheiße schmecken?
00:29:35: ja ganz einfach gesagt aber es muss sich immer eine Zehn von zehn sein.
00:29:40: und du hast ja mittlerweile Dass die Menschen so restriktiv essen, dass sie natürlich versuchen aus jeder Mahlzeit, aus jedem Essanlass das Maximum rauszuholen und dann alle möglichen Süßstoffe reinknallen.
00:29:54: Und irgendwelche drei Kalorien Crunchy Granola aus Sojasprossen, die im Ofen irgendwie heiß getrocknet wurden.
00:30:01: Hauptsache wenig Kalorieren viel Geschmack, viel Volumen... ...und genau das ist ja der Grund warum dich dein Essen nicht befriedigt wenn du immer nur so hochschmackhaft isst!
00:30:11: Wahrscheinlich essen die meisten Menschen mehr süß am Tag geschmacklich, als so eine ganze Schwarzwälder Kirschtorte.
00:30:18: Und das zerstört ja dann halt einfach den Geschmack.
00:30:21: und es ist genauso wie wenn Leute sagen Ja ich brauche meine Quarkbauer Ich brauch ständig was Süßes und du brauchst nicht ständig etwas Süßeres.
00:30:28: Du hast dich einfach darauf konditioniert weil du halt fünfmal am tag überall dreihundert Gramm Sucralose in deine Milchprodukte reinkipps Was kompletter schwach sind.
00:30:37: auf Dauer selbst dieses.
00:30:40: jeden tag mehrere nartische zu essen ist in unserer umwelt in der wir leben dieser hoch kalorischen welt einfach suboptimal weil sehr viele speisen die du auf abruf kriegst wie du gerade gesagt hast sind halt eben nicht süßstofflastig und null kalorien sondern sind hochkalorisch und hoch schmackhaft.
00:30:58: Und von denen brauchst du natürlich mehr, um deine reizschwelle zu bedienen die du dir mit dem hochschmackhaften süßstoff uns oder antrainiert hast.
00:31:07: Ja und bei anderen ist es auch noch, also das musste ich sehen.
00:31:09: Bei anderen ist auch noch so dieses permanente Restriktiv Kalorien-Spanne und zu wenig wie möglich essen, dass der Körper irgendwann dann dir den Vogel zeigt und dir dann sagt, isst mal was?
00:31:18: Und dann hast du abends halt jeden Heißhunger Anfall oder wachst nachts auf und bist hungrig und überfällst deinen Kühlschrank.
00:31:24: Na ja, ist doch logisch ne!
00:31:25: Du hast so ein Gefühl tausend Kaloriene über einen Tag gegessen und drei Tausend gefühlt verbraucht... Und dann entsteht da auch schon aus diesen Energieknappheiten dann noch so was.
00:31:35: Es gibt halt so viele verschiedene Muster, die dann noch reinspielen und die Psychologie dahinter ist aber immer wieder rund um dieses Thema Verboter.
00:31:43: Du versuchst dir irgendwas zu verbieten und irgendwas einzuschränken bewusst und sagst du darfst das nicht mehr?
00:31:48: Keine Polnidrate mehr kein Zucker mehr kein dies nicht mehr.
00:31:52: Und im Endeffekt scheitern diese Sachen allein schon aufgrund dieser Grundregelung.
00:31:58: Und dann das Problem, aber bei Isman fühlt sich ja immer persönlich als Versager.
00:32:03: Weil er dann denkt oh ich habe keine Disziplin, ich hab das ja falsch gemacht mit allen anderen Kriegenshinnen.
00:32:07: Nein!
00:32:08: Das hat damit nicht zu tun.
00:32:09: Du hast nur die falsche Strategie.
00:32:11: Was du machst ist prinzipiell wahrscheinlich für die meisten Menschen nicht wirklich etwas was funktioniert und deswegen gibt es sich dann immer selber die Schuld zu einer Frage okay war die Strategie eigentlich die falscher?
00:32:26: Ich denke da liegt viel Wert drin für die Meisten.
00:32:29: Ja, es ist ja grundsätzlich immer ein Strategieproblem.
00:32:31: Also niemand... Wenn du jetzt gerade eine cleanest diagnostizierte Binge-Eatingstörung hast dann wird dein Weg natürlich etwas länger sein wie für jemanden der einfach nur enthemmt ist.
00:32:42: aber grundsätzlich ist dieses entspannte S-Verhalten und das definieren wir eben Du denkst nicht permanent an jede Kalorie!
00:32:48: Du verbietest dir nix, du kannst die Lebensmittel auf die du Lust hast zielführend also ohne dass du Körperfett zunimmst oder dass du extrem viel Körpergewicht verlierst, wenn du es nicht irgendwie kontrollierst in deinen Alltag einbauen.
00:33:00: Und das ist ja ein Zustand den man relativ schnell herstellen kann weil er nicht an die Zeit gebunden ist.
00:33:07: Du brauchst zwar eine bestimmte Zeit um die Glaubenssätze loszulassen oder die Verbote loszulesassen aber theoretisch könnten die meisten Menschen mit der richtigen Unterstützung innerhalb von einer Woche ein spannendes Ess verhalten haben.
00:33:20: Du kannst dich in einer Woche zwanzig Kilo verlieren, das ist klar!
00:33:23: Aber theoretisch Ist das in einer Woche herstellbar?
00:33:27: Realistisch sind es natürlich eher so sechs bis acht Wochen, aber es ist sehr schnell herzustellen.
00:33:33: Es ist kein Prozess der Jahre braucht.
00:33:36: Der Prozess an sich ist relativ simpel.
00:33:41: die Sache wie dein Kopf damit umgeht, ist halt die entscheidende andere Frage.
00:33:46: Das was länger braucht weil auch dieses...
00:33:49: Wenn du die richtigen Inhalte und so was hast, weil der Kopf kann ja nur sich in der Hinsicht verändern wie du ihm Perspektiven gibst.
00:33:58: Also die Zeit halt alle wohnten oder das braucht alles seine Zeit?
00:34:03: Ja es braucht seine Zeit wenn du auf dem richtigen Weg bist.
00:34:05: Wenn du aber auf einer Wanderung einfach nur in die falsche Richtung läufst dann braucht es auch Zeit.
00:34:10: aber du bist ja meilenweit vom Gipfel entfernt.
00:34:12: Klar kannst du auch einfach umbringen weiter ins Tal laufen und ich weiß warum du nicht an den Gipfel kommst.
00:34:18: Das stimmt wohl.
00:34:20: In diesem Sinne vielleicht noch drei Tipps für euch, die ihr umsetzen könnt wenn ihr gerade sehr viele Verbote habt.
00:34:29: Wichtig!
00:34:30: Die verbote Strenger ... ja... die verbote strenger zu ziehen wird nichts bringen und ihr müsst euch einfach fragen bringt mir dieses Verbot irgendeinen Vorteil für den es sich lohnt?
00:34:44: Wenn ihr sagt, hey ich habe ein Problem mit Alkohol weil ich mal Alkohl kann und ich verbiete mir Alkuhol.
00:34:50: Ich berühre das nicht an, dann darf es nicht.
00:34:51: Dann kann das ja zielführend sein!
00:34:53: Wenn ihr aber merkt, hey, ich esse keine Schokolade oder kein Brot, weil ich denke, dass macht mich dick und eigentlich würde ich es gerne essen und ich denke den ganzen Tag daran und hab vielleicht einmal am Tag irgendwie eine Mahlzeit mit so einer drei Kalorien-Schokolade damit ich irgendwie noch Genuss habe, dann probiert doch einfach mal auch tagsüber nicht erst abends wenn man genug Kalorinoffen hat sich etwas verboten ist, zielführend in eine Mahlzeit einzubauen.
00:35:18: Zum Beispiel wenn ihr euch morgens ein Quark macht oder ein Porridge oder einen Müsli oder ein Brot schmiert doch mal Marmelade drauf, schmeht doch mal die Nutella drauf, nehmt euch doch mal ein Duplo nicht immer irgendwelche Achtzig Prozent Zartbitter und bröselt es mal in euer Müsly rein und ihr werdet merken, wenn ihr das tut a passiert nichts Schlimmes wird natürlich dann das Verlangen nach diesen Lebensmitteln über den Tag hinweg sinken und ihr habt vielleicht abends sogar mal die Situation, dass sie einfach sagt ich habe eigentlich keinen Hunger.
00:35:48: Ich hab kein Bedürfnis was zu essen.
00:35:50: Leg mich einfach auf die Couch und lass den Abend ausklingen.
00:35:54: Das geht natürlich nicht der man alles bis zum Abend aufspart und dann komische Regeln versucht einzuhalten.
00:36:00: Der andere Punkt ist Euer Körper ist ziemlich schlau und natürlich gibt es Menschen, bei denen ist dieses Gefühl von Sättigung und Hunger etwas aus der Bahn geraten.
00:36:10: Aber grundsätzlich sollte man immer das und so essen wie der Körper es von einem verlangt nicht sich irgendwelche Regeln aufstellen wie.
00:36:20: ich darf nur einen Teller weil ein Teller is sowas von subjektiv.
00:36:23: von was für nem Teller reden wir?
00:36:25: Von Sohn im Teller?
00:36:27: Was ist denn auf dem Teller?
00:36:29: reicht dir dann dieser Teller?
00:36:30: das heißt Man muss lernen, Hunger und Sättigung deuten zu können.
00:36:35: Kann man zum Beispiel mit Pankal machen ja?
00:36:37: Nur mal so erwähnt.
00:36:38: Mit Pankalk könnt ihr auch jede Mahlzeit könnt ihr euren Hunger und eure Sättigungen angeben.
00:36:42: dann könnt über dreißig Tage hinweg ganz genau verstehen.
00:36:46: Aha!
00:36:47: Welche Mahlzeiten halten euch lange satt und welche setzigen euch auch gut.
00:36:52: und dann müsst ihr euch gar keine verbote mehr geben wie ein Teller oder eine Hälfte, Oder eine Gabel oder drei Bisse weil ihr einfach wisst das ist die Menge in der Konstellation mit der es mir am besten geht.
00:37:05: Und dann habt ihr das auch vom Tisch.
00:37:07: und Der dritte tip ist hinterfragt die verbote und überlegt hey Ist es wirklich zielführend sich etwas zu verbieten?
00:37:16: Und warum mache ich das eigentlich?
00:37:19: Wenn ihr euch etwas verbietet, weil ihr denkt das ist ungesund dann hört unseren Podcast gerne noch etwas weiter an.
00:37:26: Es gibt ein paar Lebensmittel die sind tatsächlich nicht wirklich gut für die Gesundheit, zum Beispiel Transfettsäuren oder Palmöl.
00:37:32: Das würde ich jetzt wirklich eher sehr reduziert konsumieren.
00:37:38: aber wenn ihr sagt Ich darf keine Keks essen, weil sie setzen schneller an und ich darf keine Konentrate essen Weil die machen dick Ich darf keine Schokolade essen, weil der Zucker macht süchtig.
00:37:48: Das ist natürlich alles Quatsch und ihr werdet merken wenn ihr euch etwas verbietet, weil ihr zu viel davon konsumiert.
00:37:55: also ihr könnt ja auch vielleicht sagen hey ich esse zu viele Schokoladen Wenn ich immer nur ein Stück esse dann könnte hier immer noch ein stück.
00:38:02: genau das Verbot sein dass dieses...ich ess' immer die ganze Tafel auslöst.
00:38:07: Ja korrekt Das ist meistens sondern man muss sich fragen woher hat man diese Verbotsregeln auf einmal Was führt denn überhaupt zu so einer Verbotsregel?
00:38:17: Hoffentlich sind es ja grad bei so, ich darf kein Zucker essen.
00:38:19: soll das ja irgendwo aufgeschnappt mal frei ist.
00:38:22: Ich denke
00:38:23: es ist mediale Konditionierung.
00:38:25: also wenn du dir mal kratont anschaust schon von Kindesalter.
00:38:29: die Übergewichtigen sage ich jetzt mal die essen alle Chips und Pizza und sind faul Und egal wo du hin siehst die haben halt ein bestimmtes Stigma Also dieses Gewichtsstigma sehr bekanntes Thema.
00:38:40: und man verbindet natürlich automatisch Schokolade, Donuts und Chips mit Attributen die eher für übergewichtige Menschen stehen.
00:38:50: Also nicht dass wir die so betiteln aber global sage ich jetzt mal medial... Und man sagt halt naja disziplinierte Menschen essen keine Schokolad und keine Donuts!
00:38:58: Und wenn ich halt Schokoladen- und Donuts esse habe ich irgendwie die Kontrolle verloren und gehöre nicht zu den Gewinnern in Anführungsstrichen.
00:39:05: oder Wenn du übergewichtig bist fühlt sich natürlich der Konsum von Schokolada und Donut falsch an Weil du ja sozusagen noch eine mentale Rechnung offen hast.
00:39:15: Du musst ja noch abnehmen, du darfst es gar nicht essen oder weil andere Menschen um dich herum vielleicht denken könnten, warum ist sie denn jetzt eigentlich ein Burger?
00:39:24: Das darf sie ja gar nicht Essen und du halt Angst hast da sozial ausgegrenzt oder bewertet zu werden von anderen.
00:39:31: so entstehen wir letztendlich die Verbote.
00:39:34: Ja das sind auf jeden Fall einen Riesenfaktor der damit rein spielt.
00:39:37: in diesem Sinne War das doch wieder eine erfolgreiche gute Podcastfolge, würde ich sagen.
00:39:43: Meine Lieben falls euch der Podcast gefällt und wenn ihr auch...
00:39:48: Weil euch der podcast gefällt!
00:39:51: Bewertet ihn gerne mit einer fünf Sterne Bewertung entweder auf Spotify oder Apple Podcast oder wo auch immer ihr ihn hört.
00:39:58: bei Spotify könnt ihr uns dann auch gerne Kommentare dalassen.
00:40:00: es hilft uns weiter auch unabhängige Aufklärungen zu betreiben und wir danken euch für euren Support!
00:40:08: In diesem Sinne meine Lieben, bis zum nächsten Mal.
00:40:13: Bis zum nächsten mal.
00:40:14: und ich füge noch hinzu wer uns keine fünf Sterne Bewertung gibt hat sieben Jahre Pech.
00:40:23: Was lassen wir so stehen?
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